Reeperbahn
Der Kiez - Hamburgs Sündigste Meile
Die sündigste Meile der Welt, die Reeperbahn, ist in der Hansestadt die Vergnügungsmeile Nummer eins. Bei vielen Besuchern ist sie bekannter als die Hansestadt Hamburg selbst. Die 930 Meter lange Reeperbahn hat nicht nur den Straßenstrich oder die Bordelle, hier erlebt man die waschechten Hamburger ganz offen. Zu jeder Tageszeit tummeln sich hier viele Menschen, Besucher, Betrunkene, Partyhungrige und Einheimische. Der Besucher findet hier eine Kneipe neben der nächste, Sex- Shops, Spielhallen, Neonlichter und patrouillierende Polizisten, die auf dem Kiez für Recht und Ordnung sorgen. Der Name der sündigen Meile stammt aus dem 17. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurden hier Taue ( Reeps) von Seilmachern (Reepschläger)hergestellt.
Der Kiez hat dem Besucher mehr zu bieten als das Sexgeschäft. Hier findet man seriöse Clubs und Bars und die jungen Leute finden ihr Vergnügen in den unzähligen Diskotheken. Kulturbegeisterte kommen im Operettenhaus auf ihre Kosten und wer was außergewöhnliches erleben möchte, sollte eine Travestieshow im Pulverfass besuchen.
Auf dem Spielbudenplatz, in der Nähe des Operettenhauses, findet man das älteste und größte Wachsfigurenkabinett von Deutschland. Das Panoptikum lässt Elvis, Napoleon und Goethe auferstehen und zeigt besondere Größen aus Hollywood. Informativ ist die Informationstafel, die viel von der Geschichte des Spielbudenplatzes preisgibt.
Besonders interessant ist der Hans- Albers- Platz. Hier befinden sich die vielen Kneipen, die besonders im Sommer gut besucht sind. Hier fühlen sich nicht nur Touristen wohl, auch viele Einheimische kommen hierher, um zu tanzen und Spaß zu haben.
Deutschlands wohl bekanntestes Polizeirevier befindet sich an der Ecke Reeperbahn / Davidstrasse, die Davidwache. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1913 und besteht aus Backstein, der unter Denkmalschutz steht. Bekannt wurde die Davidwache durch den Film "Polizeirevier Davidwache", der 1964 erschien. Auch heutzutage wird die Wache gerne für Film und Fernsehen genutzt.
Das Heiligengeistfeld ist der Platz für Fußballbegeisterte. Direkt am Anfang der Reeperbahn gelegen, steht das Heimatstadion des FC. St. Pauli. Hier nutzt man den Platz aber auch für den traditionellen Hamburger Dom, der dreimal im Jahr stattfindet. Dieser riesige Jahrmarkt wird sowohl von Touristen als auch von Einheimischen gerne besucht, die gern in den zahlreichen Hostels in Hamburg absteigen
Weltbekannt ist auch die Große Freiheit, einer der Nebenstraßen der Reeperbahn. Die Straße wurde wegen der Freizügigkeit sehr bekannt. einer der bekanntesten Musikclubs, mit der Hausnummer 39, traten weltberühmte Künstler auf. Darunter zählen beispielsweise Jimi Hendrix, Little Richard und die Beatles.
Die Herbertstraße steht für käufliche Liebe. Hier haben Frauen keinen Zutritt, nur die männlichen Besucher dürfen einen Blick hinter die Mauern wagen. Aber nicht nur Frauen, auch Fotografen oder schaulustige dürfen diese Straße nicht betreten. Dieses Verbot ist möglich, da die Herbertstraße eine Privatstraße ist.
Hamburg
Einer der vielen Anziehungspunkte in Hamburg sind die St. Pauli Landungsbrücken. Zwischen Fischmarkt und Niederhafen kann der Besucher einen schönen Spaziergang am Hafen unternehmen. Hier sieht man Hamburg von einer sehr schönen Seite: bunt, international, windig und wunderschön. Die Aussicht auf den Hamburger Hafen kann man hier am besten genießen und viele Schiffe und Fähren bestaunen.
Das schwimmende Wahrzeichen von Hamburg ist die grüne Lady, das Segelschiff Rickmer Rickmers. Dieses liegt seit 1987 an den Landungsbrücken und kann besichtigt werden. Auf dem Schiff befindet sich ein Museum, welches den Besuchern einen sehr guten Einblick in das Leben der Seeleute vor 100 Jahren bietet. Darüber hinaus befindet sich hier ein Restaurant, wo man die Aussicht auf die Elbe genießen kann. Durch Instandsetzungsarbeiten kann der Besucher die bewegende Geschichte der Rickmer Rickmers nicht mehr erkennen. Im Jahr 1896 wurde das Schiff für den Transport von Reis und Bambus genutzt. Im Jahr 1904 kam das Schiff in so einem schweren Taifun, dass es so schwer beschäftigt wurde, dass der Mast ausgewechselt werden musste und so zu einem Dreimaster umgewandelt wurde.
Wer Hamburg besucht, sollte sich am Sonntag die Mühe machen, sehr früh aufzustehen. Ab 5 Uhr morgens beginnt hier der Hamburger Fischmarkt, der bis 9.30 Uhr andauert. Direkt an der Großen Elbstrasse am Ufer der Elbe, bietet der Fischmarkt frischen Fisch aber auch alles andere, was man gebrauchen könnte. Die Marktschreier prägen lautstark den Platz, die den benachbarten Stand in den Schatten stellen wollen. Der Besucher findet hier Spezialitäten aus aller Welt und kann in der Fischauktionshalle bei Live- Musik sein Frühstück genießen.
Der alte Elbtunnel kann durch einen Fahrstuhl auf den St. Pauli Landungsbrücken besichtigt werden. Der Fahrstuhl fährt in 24 Meter Tiefe und versetzt den Besucher um 100 Jahre zurück. Der alte Elbtunnel war der erste Flusstunnel, der auf dem europäischen Kontinent erbaut wurde. Rund 40.000 Arbeiter durchquerten den Tunnel, um zu den Werften und Hafenbetrieben zu gelangen. Da es nach und nach weniger Arbeitsplätze im Hefen gab, wurden aus den zwei Millionen Pendlern jährlich nur noch 500.000. Fußgänger brauchen keine Gebühr für die Benutzung bezahlen, PKW dagegen eine geringe Gebühr. Besonders schön anzusehen sind die Majolikareliefs, die aus Ton bestehen und Krebse, Fische und Muscheln zeigen.
Das Wahrzeichen von Hamburg- Der Michel
Die Hamburger sind stolz darauf, auf "Ihren Michel", wie die St. Michaelis Kirche von den Einheimischen genannt wird. Die Kirche hat eine wechselhafte Geschichte. So wurde sie zwischen den Jahren 1641 und 1912 dreimal erbaut und in der Zeit zweimal völlig zerstört. Für Besucher ist der 2. Turmboden besonders interessant. Hier wird auf einer sehr großen Panorama- Leinwand die über 1.000 Jahre alte Geschichte Hamburgs gezeigt und kommentiert. So erhält der Tourist einen sehr guten Einblick auf die guten und die schlechten Zeiten Hamburgs.
Die Aussichtsplattform liegt auf 132 Meter Höhe. Von hieraus hat man einen Blick über die ganze Stadt und sieht wie grün sie ist. In der Nacht sieht die Hansestadt, untermalt mit klassischer Hintergrundmusik, traumhaft aus. Der sagenhafte 360 - Panorama- Rundblick bietet eindrucksvolle Blicke zum Hafen, Speicherstadt, der Reeperbahn und der Innenstadt, die man nicht so schnell wieder vergisst.
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