Jungfernstieg

In der Hamburger Innenstadt, am südlichen Ufer der Binnenalster befindet sich der Jungfernstieg. Die Straße ist historisch von großer Bedeutung. Dabei handelt es sich nämlich um die erste asphaltierte Straße Deutschlands. Vor zirka 100 Jahren war der Hamburger Jungfernstieg ein echter Prachtboulevard, sozusagen die Vorzeigemeile der Hansestadt. Seit dieser Zeit ist hier sehr viel geschehen.

Trotz aller Veränderungen ist der Jungfernstieg immer noch etwas Besonderes. Die Hamburger lieben ihn vor allem wegen seiner historischen Bedeutung. Er existiert bereits seit dem Jahr 1235, allerdings hieß der Jungfernstieg da noch Reesedamm, benannt nach dem Müller Reese, welcher dort seine Mühle betrieb. Seinen heutigen Namen erhielt diese Straße ab dem Jahr 1648. Da die hübschen Hanseatinnen an der Alster stets gern flanierten, wurde aus dem Reesedamm zu dieser Zeit der Jungfernstieg.

Der im Jahr 1799 errichtete Alsterpavillon war von Beginn an ein Treffpunkt für Prominente. Dieses Gebäude musste schon zahlreiche, aufwändige Umbauten über sich ergehen lassen. Diese Mühen haben sich aber stets gelohnt, da zu den berühmtesten Besuchern Prominente wie der Dichter Heinrich Heine oder der Teufelsgeiger Paganini zählten. Der Jungfernstieg war bis zum September 2004 eine Promenade im Stil einer Allee, die Bäume befanden sich nicht nur an den Seiten, sondern wuchsen auch in der Mitte. Der Alsterpavillon und ein Reisebüro mit Bistro waren die zwei einzigen Bauten bis dahin an der Binnenalster.

Das Aussehen des Jungfernstieges veränderte sich nach der Umgestaltung komplett. An der Uferseite vom Jungfernstieg wurden die Gebäude bis den Alsterpavillon abgerissen. Die Straßenbreite wurde verringert, indem man die Baumreihe in der Mitte entfernte. Die Gehwege wurden dafür ausgebaut und laden auch heute wie damals zum Flanieren ein. Zahlreiche Geschäfte und Restaurants säumen die Straße in Alternähe. Natürlich ist der Jungfernstieg auch eine Anlagestelle für die Alsterdampfer, von hier aus starten alle Linien, Sonderfahrten und Alsterrundfahrten.

Der Jungfernstieg wird auch heute noch ständig weiter umgestaltet. So wurde nach Ostern in diesem Jahr der Hapag-Lloyd-Pavillon abgerissen.

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